Borgward Motorsport

ERFOLGE AUF DEN RENNPISTEN DER WELT

DER ULTIMATIVE HÄRTETEST

In den Fünfzigerjahren überzeugten Borgward Rennwagen durch Rekordfahrten und
zahlreiche Siege bei Motorsport-Klassikern in aller Welt.

DIE GRÖSSTEN ERFOLGE


Borgward Motorsport

Ein Borgward „Hansa 1500 RS“ triumphierte 1953 beim 1.000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring als Klassensieger: Er landete hinter einem 4,5-Liter-Ferrari und einem Jaguar auf dem 3. Platz im Gesamtklassensegment.

Legendär ist das spannende Motorsport-Drama während der Rallye Carrera Panamericana 1953, bei der Borgward mit zwei Werkswagen an den Start ging: Nach einem spektakulären Rennverlauf scheiterte der Klassensieg nur haarscharf an einer 7-sekündigen Überschreitung des Zeitlimits.

1954 erreichte eine nahezu serienmäßige „Isabella“ bei der Carrera Panamericana den 6. Platz in der Klasse europäischer Tourenwagen. Sogar Diesel-Weltrekorde konnten die Sportwagen aus Bremen für sich verbuchen, z.B. mit 140,72 km/h die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit über 2.000 Kilometer.

Basis aller Motorsport-Aktivitäten war das berühmte 1,5-Liter-Aggregat aus der „Isabella“, das seinen Weg bis in die Formel 2 fand: Mit Vier-Ventil-Zylinderkopf, Doppelzündung und Benzineinspritzung leistete es bis zu 165 PS. Die britische Rennfahrer-Legende Stirling Moss feierte mit seinem Cooper-Borgward in der Formel-2-Saison 1959 vier Siege bei vier Starts.

DIE AUFERSTEHUNG EINER LEGENDE


Mit einem Kampfgewicht von rund 650 Kilogramm und 165 PS aus 1,5 Litern, mit denen die Alu-Flunder mehr als 250 km/h erreicht: Ende der Fünfzigerjahre ist der Borgward „Hansa RS 1500“ in der 1,5-Liter-Klasse Angstgegner des nur 135 PS starken Porsche 550 Spyder.

„Der Motor war top, aber mangels Differenzialsperre ging es nicht so gut um die Kurven“, erzählt Besitzer Ralf Jüttner. Der Rennsport liegt ihm in den Genen: Vater Fritz war bereits 1949 in der Borgward Rennabteilung und saß auch als Pilot in dem Boliden.